Green Hill Valley – Ein Tag im Elefantencamp

Dezember 2018

Heute möchte ich euch gerne von meinem Besuch im Green Hill Valley Elephant Camp erzählen. Und um gleich eventuelle Vorurteile auszuräumen, erkläre ich mal deren Mission:

Das Camp wurde 2011 von einer Familie in Kalaw (Myanmar / Shan-Staat) gegründet, als Altersruhesitz und zur Versorgung von Arbeitselefanten, die nicht mehr arbeitsfähig sind. Die Tiere werden von einem eigenen Arzt versorgt, bekommen gutes Futter und einen geschützten Lebensraum. Täglich werden sie in einem nahegelegenen Fluss gebadet und geschrubbt, was ihrer Hautpflege dient.

Darüberhinaus setzt das Camp auf Nachhaltigkeit und die damit verbundene – in Myanmar dringend notwendige – Aufklärung der eigenen Bevölkerung. Die Wiederaufforstung ist ein weiterer Schwerpunkt. Besucher sind eingeladen, regionale Bäume zu pflanzen. Hier ist die Problematik von Plastikmüll im Bewusstsein der Betreiber angekommen. In vielen Teilen des Landes war ich über die Müllberge an Straßenecken und in der Natur mehr als erschüttert. Die wenigsten Burmesen machen sich Gedanken darüber und werfen jeglichen Abfall völlig selbstverständlich aus Autofenstern. Sicherlich kein böser Wille, die Menschen wissen es einfach nicht besser.

Die Betreiber des Green Hill Valley (GHV) arbeiten daran, den Umweltschutz und die Schönheit des eigenen Landes in das Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen.

Elefanten-Poo-Papier

Darüberhinaus stellt das GHV eigenes natürliches Papier aus Elefanten-Dung her. Die einzelnen Schritte des interessanten Prozesses werden im Camp genau gezeigt und erklärt. Einzelne Briefpapierseiten oder hübsche Notizbüchlein aus dem Endprodukt können dort gekauft werden. Ich fand es total spannend, zu sehen, wie mühevoll der ganze Herstellungsprozess von Hand betrieben wird (Elefanten-Poo wird in großen Kesseln aufbereitet, gefiltert, an einer Art Sieb in der Sonne getrocknet, über eine Walze geplättet, zugeschnitten etc.).

In der Sonne auf Sieben getrocknet, entsteht das robuste Papier
Das Papier wird zugeschnitten und gewalzt. Man kann sogar darauf schreiben

Auch für die Schulbildung der Kinder im Dorf machen sich die Initiatoren stark. Somit fließt das Eintrittsgeld in das Projekt, zur Pflege der Elefanten, für Futter, Medizin, Personal und benötigte Ressourcen. Ich habe den erst recht hoch erscheinenden Eintritt von 100 $ als Spende betrachtet und ihn wirklich gerne gezahlt. Man gibt so viel Geld für unnötigen Kram aus. Hier kann man mit seinem Beitrag unterstützen und bekommt einen unvergesslichen Tag dafür!

Das Abenteuer beginnt…

Doch nun von vorne! Kurz nach 8 Uhr am Morgen brachte mich mein Taxi von meiner Unterkunft in Kalaw zum Green Hill Valley. Mein Taxifahrer sprach kein Wort Englisch, erkundigte sich aber regelmäßig, mit fragendem Blick über den Rückspiegel, „Okay?!“ Ich bejahte jedes Mal und erntete ein freudiges Grinsen. Nach einer gute Stunde Fahrzeit auf nicht unanstrengenden Straßen war ich angekommen.

Das weitläufige Elefantencamp ist wunderschön in den Wäldern gelegen, fernab von jeglichem Trubel. Die ganze Anlage ist liebevoll angelegt, toll bepflanzt und äußerst gepflegt.

Hütten im Camp

Ich verabschiedete mich von meinem Taxifahrer und ging den Schotterpfad hinauf zum Empfangsgebäude. Mit einer super leckeren Limettenlimonade und einem feucht-gekühlten Tuch wurde ich herzlich begrüßt. Wir waren insgesamt um die 10 Personen. Man teilte uns in kleine Gruppen auf und gab uns inmitten diesem grünen, blühenden Idylls erste Infos zu den Elefanten, der Intention des Camps, erklärte uns die Verhaltensregeln und den Tagesablauf.

Tierische Camp-Bewohner

8 Elefanten befinden sich in der Obhut des GHV. Das Nästhäkchen ist zarte 10 Jahre alt, der Senior 68 Jahre. Die ehemaligen Arbeitselefanten bekommen hier ihr Gnadenbrot und verbringen ein erholsames Lebensende. Einige der Elefanten waren in sehr schlechter Verfassung, als sie aufgenommen wurden. Besonders mental und physisch. Ihre Pfleger bauten durch das Füttern und tägliches Baden langsam eine vertrauensvolle Beziehung zu den Tieren auf, was man ganz deutlich spüren kann. Die Atmosphäre ist locker und fröhlich, richtig familiär. Die Tiere sind völlig ausgeglichen und zufrieden.

Jeder von uns bekam eine wiederverwendbare Flasche als Souvenir. Aus großen Spendern füllten wir uns darin Wasser für den Tag auf. Dann war es so weit! Irgendwie war es völlig surreal für mich, gleich Elefanten zu begegnen. Einige Minuten liefen wir mit unserem Betreuer durch das Gelände und dann standen sie da! 5 Elefanten, auf großen Plattformen unter schattigen Stroh-Pavillons.

Unzählige Kürbisse, Bambus, Bananenstauden und Schubkarren voll mit einer Art Getreidebrei standen zur Fütterung bereit.

Unser Guide zeigte uns, wie man ein für die Elefanten besonders schmackhaftes „Sandwich“ zubereitet: Auf eine große Scheibe der bereits zugeschnittenen Bananenstauden wird ordentlich Getreidepampe gepackt und als kulinarische Krönung mit Hokkaido-Kürbisspalten garniert. Der ganze Brocken wird dann dem grauen Riesen „einfach“ ins Maul befördert. Ähmmm… Ich soll also mit meiner Hand ins Maul des Rüsseltiers und vorher laut „HAAA“ rufen, das Kommando, dass dieses auch schön weit den Schnabel aufsperrt?!

Von der Hand ins Maul

Um nicht gleich mit der Tür ins Haus, oder in dem Fall, mit der Hand ins Maul zu fallen, knüpfte ich erst einmal zarte Bande, indem ich den hungrigen Tieren abwechselnd Bananenstauden-Scheiben und Kürbisschnitze kredenzte. Schön mit der Hand in den Rüssel. Total faszinierend ist, dass der Rüssel wie ein Daumen funktioniert. Elefanten können tatsächlich eine Scheibe nach der anderen damit greifen. Während sie einzelne Scheiben nach hinten schieben und dort in den Rüsselfalten festhalten, können sie mit dem vorderen Teil weitere Stücke greifen. Das Futtersammelsurium wurde dann einzeln mit der Rüsselspitze ins Maul geschoben und genüsslich vertilgt.

Glückselig und völlig fasziniert stand ich inmitten der Giganten, als mir einer der Betreuer ein „Sandwich“ in die Hand drückte und in Richtung der hungrigen Mäuler deutete. Ohne zu zögern setzte ich mich in Bewegung und prompt kamen mir drei lange Riechkolben entgegen. Ich ging auf den Mittleren zu, rief „HAAA“ und es öffnete sich ein großes Maul. Ich packte das kuchentellergroße Leckerchen auf seine Zunge, während er es mit seinem Rüssel weiter in den Schlund schob. Was für ein Moment! Ich kann gar nicht beschreiben, was in mir vorging, welche Gefühle mich durchströmten und wie überragend dieses Erlebnis war.

Erstes Antasten mit Futter-Freundschaftsanfrage

Mit der Fütterung hatten wir wirklich alle Hände voll zu tun. Elefanten vertilgen bis zu zwei Drittel des eigenen Körpergewichts, demnach hauen sie sich um die 100 bis 200 KG Futter zwischen die Kauleiste.

Ein Elefant fing an zu pinkeln und einer der Pfleger rief „oh, waterfall!“ Ich musste so lachen. Ganz unrecht hatte er nicht. Ein wasserfallartiger Strahl ergoss sich aus dem Tier. Beachtliche 10 – 20 Liter pro Pinkeleinheit hauen die raus.

It’s Spa-Time

Wir wurden mit einer stylischen Riesen-Stoffhose und Flipflops ausgestattet. Dann ging es durch das Areal am Flusses entlang zu einer Stelle, an der dieser tiefer und breiter wurde. Wir waren nur zu Dritt, mit mir eine weitere Besucherin und unser Guide. Mitten aus dem Grünen kam behäbig ein Elefant auf uns zugetrottet. Auf seinem Rücken trug er einen der Pfleger.

Gemütlich stapfte er in den Fluss bis zur tiefsten Stelle, an der er sich niederließ. Jetzt guckten nur noch Kopf und Rücken aus dem Wasser und sein Rüssel, mit dem er rumschnorchelte.

Es folgte der Wink an uns, zu ihm ins Wasser zu steigen. Für mich eine Herausforderung. Bei kaltem Wasser muss ich furchtbar pienzen und das hier war VERDAMMT ERFRISCHEND! Mit Schnappatmung, wie in einem Geburtsvorbereitungskurs, arbeitete ich mich durch die Strömung zum Elefanten vor, darauf bedacht, nicht in Frostschockstarre zu verfallen.

Vom Ufer warf unser Guide uns runde Wurzelbälle zu und erklärte, dass wir damit den Elefanten tüchtig schrubben sollten. Hinter dem Rüsseltier stand sein Betreuer, lachte und spritzte ihm Wasser auf den Rücken. Ich griff mir den Natur-Schwamm und begann, Rücken und Kopf des Dickhäuters zu bearbeiten. Sein Rüssel lugte aus dem Wasser, während sich er genüsslich seinem Pflegeprogramm hingab.

Plötzlich spürte ich einen sanften Druck an meinem Oberschenkel. Ich blickte an meiner Hüfte hinab ins Wasser, konnte jedoch durch den aufgewirbelten Sand nichts sehen. Dann begriff ich, dass sich das Bein des Elefanten an meines lehnte. Mich durchströmte eine Zutraulichkeit und Herzenswärme. Völlig ergriffen schrubberte ich weiter den Rücken, während ich leise auf ihn einmurmelte und gar nicht wusste, wohin mit all meinen Emotionen. Für mich war dies wahrhaft ein magischer Moment.

Hätte der Riese seinen stämmigen Fuß bloß wenige Zentimeter bewegt, wäre er mir auf meinen Zehen gestanden. Mir wurde klar, wie sehr ich ihm in diesem Augenblick ausgeliefert war. Völlig frei stand er neben mir, ich hätte nicht zur Seite springen können, wie ich da in den rauschenden Fluss stand. Vor allem nicht, als mir einer der Flipflops von den Füßen floppte und an der Oberfläche schwamm. Trotzdem hatte ich keine Sekunde Angst, im Gegenteil, das Tier strahlte solch eine Ruhe und Sicherheit aus, die sich auf mich übertrug. Sogar das kalte Wasser war inzwischen einerlei und alles, was da eventuell drin rum schwamm.

Nach dem ausgiebigen Wellnessprogramm torkelten wir zurück ans Ufer. Der Elefant erhob sich und stapfte durch den Fluss zurück Richtung Camp.

Mit unseren klatschnassen Hosen gingen wir auch zurück. Wir bekamen Handtücher und zogen uns um. In der Sonne wärmten wir uns auf, tranken grünen Tee und dann ging es zur zweiten Verköstigung.

Zur Mittagszeit war dann unsere Fütterung dran. Zurück am Eingangsbereich wurden wir mit den anderen Gästen, in einem hübsch eingedeckten Pavillon mitten Grünen, mit kühlen Getränken versorgt. Ein extrem köstliches, vegetarisches Essen wurde serviert. Beginnend mit einer Art kleinen dreieckigen Frühlingsrollen und einer Suppe. Danach gab es ein regionaler indischer Fladen mit Mini-Kartoffeln, Gemüse und säuerlich eingelegten Mangostücken.

Als Nachtisch gab es Kaffee (yeah!!) und gebackene Banane mit Honig, was war das alles lecker!!!!

Praxis-Einblicke bei Veterinärarzt Ba

Gestärkt ging es jetzt zum Elefanten-Doc. In seiner „Praxis“ gab es einiges zu sehen. An Schautafeln bekam man einen Eindruck des Sichtumfangs und der Farbwahrnehmung von Elefanten. Da ihre Augen rechts und links am Kopf und nicht mittig sind, ist ihr Blickwinkel natürlich völlig anders als beim Menschen.

In der Praxis von Veterinärarzt Ba

In Reagenzgläsern schwammen konservierte Wurm-Parasiten, auf dem Tisch lagen riesige Spritzen mit noch riesigeren Kanülen und blaue Tabletten in Daumengröße.

Doc Ba zeigte uns die „Elephant Biography“, die für jeden Elefanten im Camp geführt wird. In dem Heft stehen Name, Geschlecht, Geburtstag, Eltern, Charaktereigenschaften etc. Handschriftlich wird liebevoll der Gesundheitszustand dokumentiert, versorgte Wunden und was gefüttert wurde. Die Pfleger stecken enormes Herzblut in das Projekt und haben eine tiefe Bindung zu ihren Schützlingen. Spannend, hier hinter die Kulissen blicken und mit dem charismatischen Veterinärarzt reden zu können.

Nächste Station war die Elefanten-Poo-Papierherstellung, wie zu Beginn erwähnt. Dort schilderte unser Guide uns noch an einem ausgestellten Elefantenskelett den Körperbau der Dickhäuter.

Aller guten Dinge sind 3 und so wurden ein letztes Mal die noch immer hungrigen Mäuler mit Bananenstauden, Kürbis- und Getreidemansch-Massen gestopft.

Danach hieß es Abschied nehmen. Die Tiere wurden von ihren Pflegern in den Dschungel gebracht. Dort verbringen sie ab nachmittags und über Nacht ihre Zeit, frei und weg von den Menschen.

Nach 6 atemberaubenden und beeindruckenden Stunden war der Aufenthalt im GHV zu Ende.

Mein Fahrer wartete bereits auf mich. Zutiefst beeindruckt und überglücklich stieg ich ins Taxi. Bis über beide Ohren grinsend, strahlte ich ihn an. Seine Standardfrage „Okay?“ stellte er gar nicht erst, mein Blick sprach Bände und er grinste einfach zufrieden zurück.

Fazit zum Green Hill Valley Elephant Camp

Wenn ihr in Myanmar (Kalaw) seid, geht hin! Der Eintritt ist – aus meiner Sicht – mehr als gerechtfertigt. Man begegnet den Tieren dort mit solch einem Respekt, dass es einfach nur toll ist, dem fürsorglichen, liebevollen Umgang zwischen Mensch und Tier zuzuschauen. Natürlich ist es ein Projekt, das für Touristen gemacht ist. Aber wie sollte es sich ohne Geldmittel der Touristen finanziell tragen können? Trotzdem steht der Schutz und die Gesundheit der Tiere an erster Stelle. Eben deswegen gibt es kein Elefantenreiten etc. und ist die Zahl der täglichen Besucher limitiert und kein Massenauflauf.

Der Beitrag kann unbeauftragte und unbezahlte Werbung enthalten. Als unbeauftragte Werbung gilt Erwähnung oder Empfehlung von Produkten, Marken und Leistungen jeglicher Art.

Plumeria / Frangipani – Wenn die Natur für dich lächelt

8. Oktober 2019

Bei diesem tristen Herbstwetter ist es Zeit, eine kurze (zumindest gedankliche) Pause für Sommergefühle einzulegen!

Habt ihr schon einmal an einer Frangipani-Blume gerochen? Oder Plumeria, wie sie auch genannt wird.

Dieser Geruch ist für mich einer der wundervollsten, den die Natur je hervorgebracht hat. Es ist ihre Art, dir ihr Lächeln zu schenken. Wenn sich Glückseligkeit, Sonnenstrahlen und Freudentaumel riechen lassen, dann muss das wohl duften wie Frangipaniblüten!

In Réunion stieß ich zum ersten Mal auf diese grazilen Blumen und ihren samtweichen, vanillewarmen, einlullenden Duft.

Wenn ich diese wunderschönen bunten Blüten sehe (die gelb-weißen finde ich besonders hübsch), leuchten meine Augen, ziehen sich die Mundwinkel noch höher, eskalieren die Geruchsrezeptoren in meiner Nase, durchströmen mich Glücksgefühle.

Bedauerlicherweise gibt es kein „Schnupper-Feld“ in meinem Blog, das ist wirklich tragisch! Also müssen die Bilder für sich sprechen. Und eure Vorstellungskraft.

Hier ein buntes Plumeria / Frangipani-Potpourri gegen das graue Regenwetter.

Stell dir vor, sie riechen…

Blogparade: Reiseglück – Mein Sommer 2019

August / September 2019

Dieser Beitrag entstand für eine Blogparade zum Thema „Reiseglück – Mein Sommer 2019“, die im August / September 2019 von SOS-Fernweh ins Leben gerufen wurde. Bei freier Themenwahl sollte über das schönste Reiseerlebnis dieses Sommers erzählt werden.

Tja, meine Betriebstemperatur startet ab ca. 25°C aufwärts. Ich bin ein Sommer-Sonne-Wärme-Mensch. Daher bleibe ich in den „guten“ Monaten eher in heimischen Gefilden. Die Urlaubstage werden gespart, um dann den Winter zum Sommer zu machen! Geradezu fluchtartig packe ich meinen Rucksack und entfliehe in die Ferne. Meine Überlebensstrategie, um die kalte Jahreszeit halbwegs passabel durchzustehen.

Demzufolge steht die große 2019-Happy-Reise noch bevor.

An der schönen Blogparade beteilige ich mich deshalb nicht mit einem klassischen Sommerbericht, dafür aber mit einem Kurzreiseglücksbericht: Über eine Mehrtagestour nach Hamburg, im März 2019.

Normalerweise ist mir kein Reiseziel zu fern und weg bleibe ich am liebsten mehrere Wochen. Auch das Alleinreisen schätze und mag ich sehr. Dieses Mal waren es nur 4 Tage und gerade mal knapp 580 Kilometer. Und: Ich hatte meine Eltern im Schlepptau!

Umso gespannter war ich auf den Kurztrip… Meine Eltern sind meine „Überalles-Herzmenschen“ und aus meinem Leben nicht wegzudenken. Wir funktionieren perfekt zusammen – mit Freiraum und etwas Luft dazwischen. So lange am Stück, so eng zusammen, uiuiui… ich hatte etwas Bedenken (die beiden mit Sicherheit auch! 🙂 )

Freitagfrüh ging es mit dem Auto nach Hamburg. Im Stadtteil Stellingen, etwas außerhalb des Zentrums, hatten wir ein echt tolles Appartement gebucht. Mein Papa hatte an dem Tag Geburtstag und wurde 70 Jahre, was auch Anstoß des Familien-Events war.

Die Wohnung und die Musicaltickets für den „König der Löwen“ hatte ich bereits vor 4 Monaten gebucht. Wer hätte geahnt, dass wir wettermäßig solch einen Volltreffer landen würden?! Es war das ultimative Sonnenwochenende im März!

Nach unserer Ankunft am späten Nachmittag, wurde erst einmal gebührend mit Sekt auf den Geburtstag und Hamburg angestoßen. Dann suchten wir uns in Stellingen ein kleines italienisches Restaurant und ließen den Abend freudig-fröhlich ausklingen.

Gleich am nächsten Morgen organisierten wir uns Tagestickets und fuhren mit der Bahn zu den Landungsbrücken. Von dort aus wurde die Hansestadt erkundet. Blauer Himmel und strahlendster Sonnenschein begleiteten uns auf der großen Hafenrundfahrt. Der ganze Hafenbetrieb, die unfassbar riesigen Containerschiffe und die Fahrt durch die Speicherstadt waren mächtig beeindruckend und faszinierend.

Mit meinen Eltern auf Hafenrundfahrt

Wieder Land unter den Füßen, spazierten wir für eine kleine Einkehr zum Schellfischposten (ein absolutes MUSS, für treue „Ina’s Nacht“ Anhänger), schlenderten durch St. Pauli an der Davidwache, der Reeperbahn und am Beatles-Platz vorbei.

Der Schellfischposten, die bekannte Hafenkneipe aus Ina’s Nacht

Per futuristischer Rolltreppe (mit 82 Metern die längste Westeuropas) ließen wir uns hoch zur Plaza der Elbphilharmonie schweben und sahen dort der Sonne zu, wie sie langsam in die Elbe tauchte.

Nach einem gemütlichen Abendessen bei den Landungsbrücken, liefen wir, wieder voller Tatendrang, zum Panoptikum, dem Wachsfigurenkabinett. Als mein Papa nach dem Besuch zu vorgerückter Stunde dann meinte, wir könnten ja noch einen Schlenker durch „Die Große Freiheit“ machen, musste ich echt loslachen! Ich find’s grandios und feiere ihn dermaßen dafür, dass er mit seinen 70 Jahren so junggeblieben und für jede Menge Blödsinn zu haben ist! Also zogen wir zu Dritt noch eine Runde durchs Hamburger Nachtleben.

Sonntags ging es fleißig weiter. Es gab so viel zu entdecken und wir genossen es total, uns durch die Stadt treiben zu lassen. So waren das prachtvolle Rathaus an der Alster, die Tanzenden Türme und ein Spaziergang entlang des Altonaer Balkon weitere Stationen. Tatsächlich legten wir an den beiden Tagen jeweils zwischen 19 und 21 Kilometer zu Fuß zurück!

Hamburg servierte uns den ultimativen Sommervorgeschmack. Und so blieben wir mittags – deutlich länger als beabsichtigt – am „Strandpauli“ hängen. Im T-Shirt räkelten wir uns in der Sonne, die Füße im Sand, genossen das herrliche Nichtstun und schauten den Schiffen zu, die ihre Reise aus dem Hafen antraten. Ruck zuck war der halbe Tag vorbei.

Der krönende Abschluss unserer Hamburg-Tour war das Musical „König der Löwen“ am Abend. Völlig tiefenentspannt und mit aufgeladenem Sonnenakku, setzten wir mit dem Bootshuttle zum Stage Theater über.

Die Musical Insel

Das Musical war das Gänsehauterlebnis schlechthin! Fantastische Kostüme, die Handlung, die an sich schon so herzergreifend ist und dann diese Stimmgewalten der Darsteller. Wir waren restlos begeistert. Das Stage Theater verabschiedete uns mit einen tollen Blick zur anderen Hafenseite, die, durch unzählige Lichtern beleucht, eine ganz besondere Atmosphäre ausstrahlte.

Mein Fazit dieser kleinen Reise: Reiseglück geht auch nah und kurz. Manchmal spielt das Ziel gar nicht so die Hauptrolle. Dann sind es die Begegnungen, die wir machen, die so wertvoll sind. Kleine Erlebnisse, die uns tief berühren. Kostbare Momente, die wir im Herzen tragen und nicht mehr vergessen. Und wenn wir das dann mit den Menschen teilen können, die wir lieb haben, verdoppelt oder verdreifacht sich unser Glück.

Ich bin unendlich dankbar, dass meine Eltern noch so fit und junggeblieben sind. Und ich betrachte es nicht als Selbstverständlichkeit, dass wir solch wertvolle Zeit gemeinsam verbringen können. Das ist ein sehr, sehr kostbares, unbezahlbares Geschenk. Erinnerungen, die uns niemand nehmen kann.

Wir wissen (zum Glück) nicht, wie viel Zeit wir mit unseren Herzensmenschen haben. Umso wichtiger, dass wir sie nutzen. Und wenn man es mit einer kleinen Reise verbinden kann, dann hat man das krönende Sahnehäubchen auf dem Kuchenstück!

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Paisaje Lunar – Erste (Wander-)Schritte auf Teneriffa

Donnerstag, 16. Mai 2019

Gestern sind wir auf Teneriffa angekommen.

Ich bin mit Janine, meiner zutiefst geschätzten Freundin und weltbesten Reisebegleitung, auf die Insel gereist, um sie in der kommenden Woche zu erlatschen (Mission Mädels-Trip 2019).

Weitere Wander-Anekdoten unserer Reise gibt es auch im Blogbeitrag https://mosaikteile.de/2019/06/21/ab-durchs-teno-gebirge-santiago-del-teide-oder-traue-niemals-kilometer-und-hoehenangaben-im-wanderfuehrer/ zu lesen.

Um keine kostbare Zeit zu verbummeln, machen wir uns heute gleich auf Wanderschaft.

Zum Auftakt haben wir uns eine Tour mit dem klangvollen Namen „Paisaje Lunar“ aus dem Wanderführer gepickt. „Märchenhafte Minaretten und Türme der Mondlandschaft“ (Zitatende) prophezeit die Beschreibung des Autors. Jetzt hängt die Messlatte der optischen Landschaftserwartungen schon mal ganz schön hoch!

Kaffee und Meer – Der perfekte Start in den Tag

Bevor wir uns am Morgen auf den Weg machen, wird zuerst der Koffeein-Pegel neu kalibriert. Auf unserer Terrasse (den Meerblick gibt es übrigens auch vom Bett aus) schmeckt der Kaffee, in Kombination mit Wellenrauschenlauschen und Meeresluftgeschnupper, tatsächlich noch viel besser als daheim!

Morgen-Ausblick mit Meeresbrise, könnte durchaus schlimmer sein 🙂
Sommer-Sonnen-Frühstückskaffee,
kredenzt mit guter Lektüre – Gechillter Start in den Tag

Wir verfrachten Rucksäcke und unsere Kadaver in den Leihwagen und brechen gegen 9:45 Uhr auf. Bis nach Vilaflor ist es eine ziemliche Gurkerei. Janine cruist souverän über die Autobahn und weiter durch morgendlich bereits sehr belebte Ortschaften. Danach geht es auf ca. 1.500 Meter über unsägliche, nicht enden wollende Serpentinen den Berg hinauf.

Die Serpentinenstraße nach Vilaflor – fährst du noch oder brichst du schon?

Mit Brechreiz von unserer eigenen Fahrerei stellen wir, nach einer gefühlten Ewigkeit (tatsächlich dauerte die Fahrt 40 Minuten), endlich das Auto an der Iglesia de San Pedro in Vilaflor ab. Die Sonne strahlt hoch motiviert vom Himmel. Zuerst laufen wir durch das idyllische Örtchen, bis links eine schmale Straße abzweigt und wir auf den weiß-rot-gelb markierten Camino (PR-TF 72) stoßen. Ein Weg, eingesäumt von Steinmäuerchen, führt gut 30 Minuten durch einen lichten Kiefernwald stetig aufwärts. Es ist ziemlich warm und die Körpertemperatur steigt kontinuierlich mit der Höhe.

Es geht erst mal eine Weile stetig bergauf

Wir folgen einer Wasserleitung und treffen auf ein verlassenes und teils zerfallenes Gehöft (so sagt die Beschreibung, als Gehöft ist es für uns nicht wirklich erkennbar).

Das verlassene Gehöft mit Trockenfeldterrassen

Die Landschaft ist enorm vielseitig. Nirgendwo zuvor habe ich bislang solch riesige Blumen gesehen. Prächtige Stauden, mit hunderten kleinen Blüten in rosa und lila, die mich überragen (ok, meine Körpergröße kann als „platzsparend“ bezeichnet werden, dennoch sind Blumen üblicherweise kleiner als ich). Diese imposanten Pflanzen nennen sich Roter Wildprets Natternkopf und wachsen ausschließlich im Nationalpark El Teide. Wir haben das große Glück, dass sie jetzt blühen.

Der Rote Wildprets Natternkopf direkt am Wanderweg.
Er kann bis zu 2 Meter hoch werden und hat wunderschöne Blüten.

Mondlandschaft, Wälder und bizarre Felsen

Abwechslungsreicher könnte die Landschaft kaum sein. Die Wegfindung ist so eindeutig, dass selbst Orienterungslosigkeits-Spezis wie wir, uns nicht verlaufen können. Der mühevoll angelegte Pfad führt weiter durch die Caldera zu den bizarren Felsformationen, die wir bereits aus dem Wanderführer kennen. Das werden wohl die Minaretten sein.

Immer den bepinselten Steinen und dem gut erkennbaren Pfad folgen
Die hellen Bimssteinsäulen, ein toller Kontrast zum blauen Himmel
und den Bäumen

In der Mittagshitze suchen wir einen Schattenplatz und vertilgen unser Proviant. Um unsere Füße flitzen hektisch kleine Eidechsen, in der Hoffnung, herabfallende Krümelchen zu ergattern. Wir haben noch ein Stück vor uns, daher marschieren wir bald weiter.

Gestärkt geht es weiter, vor uns liegt noch ein gutes Stück

Vor uns taucht in der Ferne der Teide auf. Was für ein Berg! Der Vulkan bot aus dem Flieger schon einen imposanten Anblick, aber inmitten dieser speziellen Landschaft sieht er noch mächtiger aus.

Die Schönheit der Natur spricht für sich
Sitzen, schweigen, staunen – Janine nimmt die Eindrücke in sich auf

Von der Sonne begleitet laufen wir zum Aussichtspunkt Paisaje Lunar und lassen die faszinierende Umgebung auf uns wirken.

Aussichtspunkt Paisaje Lunar

Die weitere Strecke führt erst leicht abwärts, dann für einige Zeit recht ebenerdig bis zum Ausgangspunkt zurück.

Wanderweg nach Las Vegas oder lieber doch zurück nach Vilaflor?!

Nach ca. 5 Stunden (mit kurzen Rastpausen) stecken insgesamt 760 Höhenmeter in den Beinen und 15 Kilometer in den Füßen.

Verschwitzt, etwas erschöpft und rundum glücklich kommen wir um 16:15 Uhr in Vilaflor an. Im Schatten einer von wildem Wein bewachsenen Pergola lassen wir bei Kaltgetränken und einem Cortado (la vida es bella!) die Tour und unsere Eindrücke nachklingen, bevor wir über die Serpentinenstraße den Heimweg antreten.

Unser Fazit: Eine abwechslungsreiche und absolut lohnenswerte Wandertour, mit einigen Steigungen und einer kontrastreichen Landschaft. Der Weg ist super markiert und jederzeit gut erkennbar. Ausreichend Getränke sollte man einpacken, da es unterwegs keine Nachfüll-Möglichkeiten gibt und es sehr heiß werden kann!

Die alte Heilstätte

März 2019

Es ist ein trister, kalter Frühjahrsmorgen.

Der Himmel hängt voller Regenwolken, einige Schneereste krallen sich verzweifelt am Boden fest. Sie haben überlebt. Noch. Ein letzter Abschiedsgruß des Winters.

Die Stimmung könnte nicht passender sein. Verlassene Orte besitzen eine viel intensivere Wirkung, wenn sie in Tristesse versinken.

Ich stelle das Auto ab und folge dem Waldweg.

Das erste Gebäude, ein leerstehender Gasthof, taucht auf. Ich möchte zunächst jedoch zum Kern vordringen.

Der Weg ist matschig. Ich lasse den Gasthof hinter mir und gehe auf das Haupthaus zu. Mächtig ragt es vor mir in die Höhe, mit verspielten Gauben, kaputten Fensterscheiben in unterschiedlichen Formen und Größen und bemoosten Dachschindeln. Der Putz ist großflächig abgeplatzt und hat das Mauerwerk freigelegt. Eine langgezogene Überdachung bis zum Eingang weist riesige Löcher auf. Marode Holzbalken sind heruntergebrochen. Es scheint, das Gebäude hat seine Hülle abgelegt und zeigt ungeschminkt die vielen Jahre seines einsamen, stillen Leidens. Eine Maske, die aufrechterhalten werden muss, gibt es hier nicht mehr.

Einige der Gebäude, die zur Heilstätte gehören

Ich stehe zwischen den toten Bauwerken und lasse die Atmosphäre auf mich wirken. Mein Blick bleibt an einer rostigen Badewanne hängen. In ihrem verdreckten Wasser schwimmt bäuchlings eine Puppe. Ohne Kleider. Die Haare liegen wie Algen um ihren Kopf. Sofort dringen Bilder wie aus einem schlechten Horrorfilm in meine Hirnwindungen.

Ein lauter Schlag reißt mich aus meinen Gedanken. Der Wind hat ein offenes Fenster, an dem Jalousien klappern, gegen den Rahmen geknallt. Wie eine Aufforderung; los jetzt! Vorsichtig gehe ich unter der heruntergekommenen Überdachung durch, dann betrete ich die Eingangstür des Gebäudes.

Ich befinde mich in einer ehemaligen Lungenheilanstalt. Seit ca. 17 Jahren ist sie verlassen, der Verfall zum Teil weit vorangeschritten. Dennoch findet man viele Fragmente, die zeigen, wie prachtvoll dieses Anwesen einst gewesen sein muss.

Die Böden im oberen Stockwerk sind aus wunderschönen Holzdielen. Alte Patientenbetten stehen neben Nachtschränken in den pastellfarbenen Zimmern und durch halbrunde Fenster dringen Lichtstrahlen herein. Ein nahezu unwirklicher Anblick, irgendwie traurig, aber schön.

Genau in diesem Moment spüre ich den Hauch der Vergangenheit, der noch immer an diesem Ort haftet.

Wenn Gebäude sprechen könnten, dieses würde sicher spannende Geschichten erzählen…

Wer hier wohl einst schlief?

So lasse ich meiner Fantasie ihren Lauf, als ich in ein Zimmer trete, an dessen offen liegender Backsteinwand eine verschlissene Polsterliege steht. Darüber pendelt eine Leuchte – zur Hälfte aus der Deckenverankerung gerissen – leicht im Wind.

Welche Geheimnisse diese Räume wohl hüten?
Die Atmosphäre ist sehr speziell…

Beim Gang durch das Treppenhaus (oder was davon übrig ist) in die darunterliegende Etage ist Vorsicht geboten. Das restliche Dachfenster und die stark marode Treppe gewinnen nicht mein Vertrauen.

Teile des Daches sind auf die marode Treppe darunter gekracht

Auch die umliegenden Häuser bieten ein verstörendes Bild im Inneren. In den Schränken hängen verschlissene Hemden. Man kann die Zimmer kaum betreten, so viel Plunder und alter Krempel liegt auf dem Boden. In der Küche stehen die Schränke weit offen. Auf der Arbeitsfläche wurden Dosen mit Eiweißpulver aufgerissen und überall verteilt.

Eine Tür hängt mitten im Fensterrahmen, Wände sind mit Graffitys verschmiert, Tapetenreste und Glasscherben liegen auf dem Boden. Die einstige Großküche wurde als Deponie für alte Elektrogeräte, Farbeimer und Autoreifen zweckentfremdet. Überall wurde rücksichtslos und zerstörerisch mit den Füßen auf dem Objekt herumgetreten, das nun nur noch sich selbst überlassen ist.

Der Ofen ist aus, die Küche bleibt kalt
Eine alte Postkarte zeigt ein Bild aus vergangenen Tagen

Ich habe genug gesehen. Zeit, der Vergangenheit den Rücken zu kehren. Mit unzähligen Bildern und – wie jedes Mal beim Besuch eines Lost Places – dem Gefühl von Schwermut, breche ich auf.

Verlassene Räume, zurückgelassenes Mobiliar
Hier gibt es seit langer Zeit kein Personal mehr
Die Stockwerke zu den Patientenzimmern
Düstere, einsame Gänge
Ein Blick hinab ins Treppenhaus
Herausgerissene Zeitungsseiten aus dem Jahr 1944
Fenster, die Augen der Räume
Was am Ende zurück bleibt…

Ab durch die Wand

Sport- und Alpinklettern im Climbers Paradise

Juni 2019

Erstens kommt es anders…

Eigentlich war eine mehrtägige Hüttentour in den Dolomiten geplant. Danach vielleicht noch einige Tage Sportklettern zum Ausklang. Wer konnte ahnen, dass Ende Juni noch so viel Schnee liegt?! Selbst Plan B, auf eine andere Region auszuweichen, scheiterte erst einmal, da eine der Hütten ihre Eröffnung verschieben musste und die, die geöffnet hatten, komplett ausgebucht waren.

Pläne sind dazu da, sie über den Haufen zu werfen und so fuhren wir (Kletterpartner und Berg-Vorrenner Frank und ich) zunächst für ein paar Tage nach Imst, um uns im Climbers Paradise auszutoben. Gibt schlechtere Alternativen 🙂

Die Fahrt nach Imst lief wie geschmiert und kurz nach 11 Uhr flogen wir auf dem Campingplatz ein. Schnell das Zelt auf die Wiese getackert und direktomundo an den Fels!

Der Tag wurde am Rammelstein in Sautens (Ötztal) bis zum Abend bestens genutzt. Der perfekte Start zur Einstimmung auf die Klettertage.

Vielseitige Kletterei in Längenfeld / Oberried

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück (Kaffee schmeckt ja soooo viel besser, wird er mit einer ordentlichen Dosis Sonnenschein im Freien verköstigt) nach Längenfeld / Oberried. Eine mächtig lange Wand, wunderschön gelegen inmitten einer Weide, breitete sich vor uns. Hier gab es genug, sich eine Weile die Finger langzuziehen.

Zudem punktete das Gebiet mit seiner schattigen Ausrichtung, bei Temperaturen von über 30 Grad kein unwesentlicher Faktor. Besonders toll fanden wir die vielen herrlich langen Routen (30 Meter). Im Climbers Paradise sind die Abstände der Bohrhaken selbst für „Vorstiegs-Helden“ wie mich ein Träumchen! Kurzum, wir kamen voll und ganz auf unsere Kosten. Wir kletterten uns durch diverse Sektoren (Blattlaus, Baumriese, Rosemaries Baby, Hare Krishna) mit sehr abwechslungsreichen Routen. Von leicht plattig bis senkrecht, von chillig bis sportlich, ein genialer Mix in kompaktem Granit.

Blick über die Weide im Klettergebiet Längenfeld vom Sektor „Baumriese“

Um dem „Paradise-Feeling“ gerecht zu werden, zückten wir am Nachmittag gepflegt den Espressokocher und zauberten uns im Grünen einen Koffeein-Erheiterer. Ach, wie schön das Kletter-Kaffeeleben doch sein kann.

Was man im Climbers Paradise oft vorfindet, sind komplett ausgestattete Toilettenhäuschen in Nähe der Klettergebiete. Oftmals laden schöne Holzbänke und Tische zum pausieren ein. Und nicht selten hängen aktuelle Topos an Schildern vor den Felsen. Hier ist man definitiv auf ein Höchstmaß bemüht, es dem Klettervolk so behaglich wie möglich zu machen. Der Name ist Programm und wird gelebt.

Hinter jedem guten Plan, grinst hämisch die Realität

Der Masterplan für den darauffolgenden Tag wurde am Abend bei Bier und Schorle geschmiedet. Wir würden zur Imster Bergbahn und von dort zur Muttekopfhütte hochfahren (unter Wehklagen von Frank, der aus zeitlich-organisatorischen Gründen dann aber doch das „klassische Touri-Programm“ vorzog), zum Sektor Silberwurz stiefeln und dort in die Hepke Vitale einsteigen. Eine 7-Mehrseillängentour, 220 Meter lang, im Schwierigkeitsgrad 4 und 6/6+. Yeah!!!

Am nächsten Morgen kam die Ernüchterung schon vor dem ersten Kaffee. Campingplatz-Chef Gerhard verkündete uns, dass die Bergbahn momentan nicht zur Muttekopfhütte fahren könne. Zudem bestehe das Risiko von Schnee im Klettergebiet. Hmpf!

Koffeein-Krisensitzung vorm Zelt. Dann ein hilfreicher Anruf auf der Muttekopfhütte, der uns wieder Hoffnung machte, die Tour sei vermutlich schneefrei. Nichts desto trotz fahre die Bahn nur bis zur Mittelstation, was ein deutlich längerer Zustieg zur Klettertour (es waren bereits vormittags knapp 30 Grad) bedeutete. Erneutes Brainstorming.

Masterplan-Abwandlungsergebnis: Wir packten zügig die Rucksäcke, schwangen uns ins Auto und fuhren von Imst mit der Bergbahn zur Mittelstation (1.495 m). Die restlichen rund 460 Höhenmeter absolvierten wir zu Fuß, vorbei an der Latschenhütte (1.623 m) und über einen Schotterweg weiter Richtung Muttekopfhütte (1.934 m) zum Guggerköpfle, das Klettergeraffel auf dem Rücken, die Sonne im Gesicht. Gutes Warm-Up mit grandiosen Fernblicken auf eine imposante Bergkulisse. Trotz der Höhe war es ordentlich warm und wir nutzten die gelegentlichen Schneefelder zur Abkühlung.

Mit der Bergbahn gings rauf zur Mittelstation. Darunter verläuft der Alpine Coaster, die längste Sommerrodelbahn der Alpen
In weiter Ferne lässt sich das Klettergebiet schon erahnen.
Bis dahin heißt es latschen und schwitzen.

Der Ruf der Hepke Vitale

Am Felsfuß ließen wir den großen Rucksack stehen, den kleineren stopften wir mit Pulli, Schuhen, Getränken und Notwendigkeiten voll. Vor uns war bereits eine Seilschaft in der Wand.

Herrlicher Weitblick vom Einstieg der Hepke Vitale.
Der Schnee begleitete uns bis hierher.

Vollgehängt mit Expressen, Bandschlingen, Friends und Keilen stieg ich in die erste Seillänge (Schwierigkeitsgrad 4) ein. Die Absicherung war top, der Fels griffig, überraschend löchrig (für Konglomerat) und nicht abgespeckt. Gegen Ende der Seillänge wurden die Hakenabstände weiter und machten die Routenfindung für mich nicht ganz schlüssig, jedoch keinesfalls schwierig. Am Stand sicherte ich Frank nach. Abwechselnd kletterten wir die ersten fünf Seillängen (alle im 4. Grad), begleitet vom lauten Rauschen des wilden Bergbachs unterhalb der Wand. Das Wetter war einfach perfekt, die Wand lag im Schatten und trotz der hohen Temperaturen war es recht kühl. Die Ausblicke, die sich uns boten, waren absolut traumhaft. Zwischenzeitlich war unter uns eine weitere Seilschaft eingestiegen.

Die nächste Seilschaft folgt

In der 6. (6/6+) und 7. (5. Grad) Seillänge überließ ich Frank den Vorstieg. Als ich mit vollem Rucksack, am langen Arm an der Schlüsselstelle des Pfeilers hing, war ich froh über diese Entscheidung. Ehrlich gesagt, war ich auch etwas verunsichert: Vor der 2. Seillänge – Frank war längst außerhalb des Sichtfeldes – hatte ich beim Sichern einen Stein von oben abbekommen, den ich zu spät sah. Der Stein schlug mit einiger Fliehkraft direkt unterhalb meines Helmes an der Augenbraue ein. Glücklicherweise blutete es nur kurz, darum war ein Rückzug aus der Tour keine Option. Grade nochmal mit einem blauen Auge (im wahrsten Sinne des Wortes) davongekommen!

Frank in der 4. Seillänge der Hepke Vitale

Nach 3 Stunden und 210 Metern abwechslungsreichem Plaisirklettern mit langen, botanischen Quergängen, standen wir bei strahlendem Sonnenschein freudig berauscht am Gipfel. Und vertrödelten gemütlich die Zeit. Ein Blick auf die Uhr (16 Uhr!!) machte klar, die letzte Bahn ins Tal zu erwischen (die um 17 Uhr an der Mittelstation abfuhr) wird verdammt sportlich, wenn nicht sogar ein utopisches Unterfangen.

Ein grandioses Panorama am Gipfel krönt die lohnenswerte Klettertour und lädt die Gedanken zum rumtrödeln ein

Eilig nahmen wir das Seil auf, packten alles zusammen und stiegen den schmalen Pfad zur linken Seite hinab. Das Feierabendgetränk an der Muttekopfhütte war gecancelt, wir hatten keine Ambitionen mehr, zu Fuß zurück ins Tal zu laufen. So setzt man eben Prioritäten…

Unten liegt die Muttekopfhütte, für uns leider keine Einkehr-Option mehr

Should I gondel or must I go now?

Frank die Gazelle – mit seinen langen Stelzen deutlich schneller als ich – schickte mich weiter, während er zurück zum Einstieg lief, um den dort deponierten Rucksack zu holen. Im Stechschritt beförderte ich mich, wie geheißen, gen Tal. Regelmäßig hinter mich blickend, ob Sicherungs-Speedy bereits folgt.

15 Minuten vor der letzten Talfahrt lag die Latschenhütte noch immer ein gutes Stück vor mir.

Viel Gelatsche bis zur Latschenhütte (links) und Mittelstation…

Ein weiterer Späher zurück, ließ mich Frank entfernt erkennen. Prompt meldete sich der sportliche Ehrgeiz. Ich hatte eine Mission: Wir mussten die letzte Gondel erreichen. Mit dem Seil auf dem Rücken rannte ich bis zur Mittelstation, die ich tatsächlich um 17:01 Uhr transpirierend erreichte.

Jetzt war weiblicher Charme gefragt! Dem Mittelstations-Beauftragten säuselte ich etwas von suboptimalem Zeitmanagement und untertänigen Entschuldigungsfloskeln vor, während ich parallel (leicht unentspannt), die Frank-Entfernungsdiskrepanz im Kopf überschlug. Der Master of Mittelstation wurde nach 5 Minuten Warterei und Zulaberei von mir auch allmählich unmotivierter, was er mit lokalem Verbalausdruckstanz andeutete. Ich huldigte und dankte ihm ergeben weiter, Verständnis bekundend, dass er natürlich in seinen Feierabend gondeln wollte.

Frank pantomimte ich parallel, seine Anrollgeschwindigkeit doch möglichst um einige km/h anzuheben. Auch der Gondoliere blökte über die Wiese: „Jetz san’s scho 10 Minutn! L A U F E N!“ Und an mich gewandt: „Der hot aufg’hört zu lauf’n!“

Nassgeschwitzt, mit Schnappatmung und äußerst gesunder Gesichtsfarbe stolperte Frank um 17:12 Uhr an der Bergstation ein. Dankeshymnen singend, hievten wir unsere müden Kadaver und die Rucksäcke in die Gondel und schwebten – von Kässpatz’n und Kaltgetränken träumend – erleichtert und glücklich zurück ins Tal.

Dem echt coolen Bergbahn-Mann versprachen noch wir beim Abschwirren ein großes Dankes-Bier. Und wenn wir das nächste Mal dort sind, bekommt er das auch. Versprochen 😉

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Ein Gefühl von heimkommen

Juli 2019

Es gibt Dinge im Leben, die lassen sich nicht erklären. Es gibt Gefühle im Leben, die lassen sich nicht begreifen. Und dann gibt es Reaktionen im Körper, die lassen sich nicht (oder zumindest nicht ausreichend) beschreiben.

So würde ich meine erste Reise nach Irland in knappe Worte fassen. Und die Zweite. Öhm ja, die folgenden drei eigentlich auch.

Was Reisen und Urlaube angeht, bin ich eher kein „Wiederholungstäter.“ Okay, begründete wenige Ausnahmen gibt es: Dolomiten, da ist einfach endlos Berg-Potenzial. Sie büßen nichts von ihrem Zauber und ihrer Faszination ein, egal wie oft ich mit Maulsperre vor diesen unfassbaren Giganten stehe. Und Gardasee geht als Plan B auch mehrmals, wenn einem sonst überall das Bergwetter einen Strich durch die Rechnung macht.

Aber die ultimative Ausnahme ist Irland. Warum? Tja, wenn ich das wüsste…

Die erste Begegnung

Einen Tag nach meinem 24. Geburtstag flog ich zum ersten Mal auf die Grüne Insel. Ich weiß noch heute, wie aufgeregt ich war und wie lange es mich schon dorthin zog. Ein damaliger guter Freund begleitete mich. Gebucht hatten wir nur für die 1. Nacht und einen Mietwagen.

Vom ersten Schritt, den ich auf irischen Boden setzte, fühlte sich alles so „richtig“ an. Ohne Vorwarnung hatte ich mein Herz verloren. In den vier Tagen, ging es von Shannon zum Bunratty Castle, Limerick und zum Killarny National Park. Wir fuhren den Ring of Kerry ab und über Tralee, Inch Beach weiter nach Dingle (was ich besonders mochte).

Bunratty Castle in der Grafschaft Clare bietet einen wunderschönen Blick von oben

Natürlich durften die Cliffs of Moher nicht fehlen, damals noch frei zugänglich, ohne Zäune und kaum Touristen. Wir standen oben auf den Klippen, die Haare vom rauen Wind wild zerzaust, während der Blick über den düsteren Atlantischen Ozean grenzenlos schien.

Die Cliffs of Moher erstrecken sich über 8 KM und haben eine Höhe von 120 Metern, an einer Stelle sogar um die 214 Meter.

Zum ersten Mal in meinem Leben reiste ich einfach drauf los.

Wo es uns gefiel, hielten wir an, suchten ein B&B (Bed and Breakfast) an der Straße, klingelten und fragten nach einem Schlafplatz. Es war so spannend, morgens nicht zu wissen, in welchem Ort wir am Abend stranden würden. Damals wurde mir klar, dass diese Art des Reisen für mich die Perfekteste ist.

Selbst im abgeranztesten Pub – die abgestandende Luft von schalem Biergeruch beschwert – fühlte ich mich pudelwohl. Diese ausgeglichenen, freundlichen Menschen strahlten etwas Unerschütterliches und Zuversichtliches aus. Am offenen, knisternden Kaminfeuer sitzen, dazu ein Pint Cider (das ultimative Lieblingsgetränk, da ich weder Guiness im Speziellen noch Bier im Allgemeinen mag), den live gespielten traditionellen Folksongs lauschen, während rundum jeder mitsang, alles drang durch bis in die letzte Pore.

Typische Irish Pubs in Dublin
Farbenfrohes Pub in Dingle mit dem Wahrzeichen, dem Guiness-Tukan

Nach vier Tagen gehen zu müssen, fühlte sich gar nicht gut an. Es war, als würde ich aus etwas herausgerissen, was gerade erst begann.

Vom „Heimweh“ geplagt

Drei Jahre später war das „Heimweh“ so schlimm, dass ich mich erneut aufmachte. Diesmal hatte ich Janine im Schlepptau. Irland war in 2005 der Auftakt unserer inzwischen traditionsreichen jährlichen Mädelstour. Wir landeten in Kerry, fuhren drei Tage so weit es ging und natürlich war auch dieses Mal die Zeit viel zu kurz!

Heimweh nach der grünen Insel

Danach hielt ich es nur eineinhalb Jahre aus, bis das Heimweh so arg wurde und ich meinen damaligen Freund belaberte, mich „zurück“ zu begleiten. Im Spätherbst 2006 flogen wir nach Dublin und fuhren nach Connemara und die weitere Umgebung.

Pure Unvergänglichkeit: Kylemore Abbey, die älteste irische Benediktinerinnenabtei
Connemara, County Galway

The same procedure as every time… schweren Herzens hieß es nach 4 Tagen bitteren Abschied nehmen.

Es war ein langer Abschied! Jedes Jahr sehnte ich mich mehr und mehr nach Irland. 2011 ließ sich selbiger Freund erneut breitschlagen. Zwei unserer engsten Freunde, mit denen wir einige gemeinsame Reisen machten, kamen mit. Von Kerry und dem Burren aus schrubbten wir 5 Tage lang über die Insel. Vieles kannte ich schon, wie es halt so ist, wenn man heim kommt 🙂

Ein einladendes irisches Cottage

Auf nach Nordirland

Irland Teil 5 wurde im Sommer 2016 umgesetzt. Meine treue Reisegefährtin Janine war zu meiner großen Freude erneut dabei. Von Dublin aus schlugen wir den direkten Weg nach Nordirland ein, der große, noch fehlende Fleck auf der Karte. Plötzlich hingen andere Fahnen am Straßenrand, man zahlte in Pfund statt Euro, die Geschwindigkeiten wurden in Meilen angegeben statt in km/h. Auch landschaftlich war Nordirland völlig anders.

Gigantischer Blick auf die wunderschöne White Park Bay in Antrim

Nordirlands Hauptstadt Belfast (Geburtsort der Titanic) war eine große Überraschung. Die Stadt begeisterte uns total und steht Dublin in nichts nach. Wir fuhren weiter in den Norden und waren von dem fast karibischen Flair des Meeres völlig überrascht. Über die lange Hängebrücke wackelten wir zur kleinen Insel Carrick-a-Rede, sprangen mächtig beeindruckt über die bizarren Basaltsäulen des sehr windigen Giant’s Causeway und bestaunten die uralte Ruine Dunluce Castle.

Felsküste von Antrim bei der Carrick-a-Rede Rope Bridge

Wir quetschten uns in Port Braddon (Antrim) zusammen in die St. Gobbin, Irlands kleinste Kirche, und fuhren über Letterkenny weitläufig zurück nach Dublin.

Minikleine St. Gobbans Church in Portbraddon

Irland – eine unerklärliche Liebe oder warum man immer zweimal heult

Ich kann diese besondere Verbindung zu Irland weder erklären, noch weiß ich, was mich immer wieder magisch hinzieht. Aber jede Reise ist wie ein Heimkommen. Da passiert emotional in mir so viel, was ich weder greifen und steuern kann. Bei jedem Flug rannen die Freudentränen über meine Wangen, sobald ich die grünen Wiesen mit ihren Steinmauern und Schafen aus dem Fenster sah. Beim Abschied liefen sie vor Wehmut und Trennungs-Traurigkeit. Irland ist die einzige Destination die es je schaffte, mich bereits bei der Anreise sentimental werden zu lassen. Nichts desto trotz, könnte und wollte ich nicht dort leben. Langfristig einfach zu kühl und schattig und als Bergfreak würden mir die Berge und Kletterfelsen zu sehr fehlen.

Ein Gefühl von Heimkommen im Herzen

Orientierungslosigkeit in Irland außer Kraft gesetzt

Was verrückt ist: Ich neige dazu, mich mit der Routenfindung beim Autofahren etwas, nun ja, schwer zu tun. Anders ausgedrückt, ich habe es schon fertig gebracht, mich nach 8 Jahren gleicher Strecke morgens zur Arbeit zu verfahren. Ich bin da nicht stolz drauf! Die Erfindung des Navigationssystems verschafft mir die absolute Freiheit. Ohne dieses wegweisende Wunderwerk, wäre ich gnadenlos aufgeschmissen. Man könnte mir genauso gut „den einen Ring“ in die Hand drücken, mit dem Auftrag, ihn in Mordor beim Schicksalsberg ins Feuer zu werfen. Würde ich wahrscheinlich schneller finden als einen Ort 50 KM entfernt von mir, in dem ich schon mehrfach war…

ABER: In Irland fahre ich Auto (auf der linken Seite übrigens) und finde mich super zurecht! Ohne Navi! Selbst die Orte nur in Gälischer Sprache beschildert sind. Völlig egal. Über den Beinen liegt die Landkarte, während ich souverän quer über die Insel düse. Vom ersten Mal an war der Orientierungsdefekt deaktiviert. Ist mir selbst ein absolutes Rätsel… Aber ich sag’s ja immer, „mein Herz schlägt irisch“.

Deshalb betrachte ich mich auch nicht als Reise-Wiederholungstäter, wenn ich immer und immer wieder zur grünen Insel zurückkehre. Weil jede Reise dahin, ein nach Hause kommen ist…

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